Miguel Nunes Silva

In Junge Freiheit

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Portugal: Beim Marsch für das Leben nahmen Antifa-Terroristen auch Kinder ins Visier / Die Regierungspolitik wacht nur zögerlich auf

Es war der 21. März, als in Lissabon der„Marsch für das Leben“ stattfand. Die von katholischen Gruppen organisierte Veran staltung, bei der gegen Abtreibung und Sterbehilfe demonstriert wurde, wurde von Papst Leo XVI. unterstützt. Vielleicht weil sich rechtsgerichtete Politiker den marschierenden konservativen Familien angeschlossen hatten, näherte sich eine Gruppe von Antifa-Gegendemonstranten dem Marsch, als dieser sich dem Ende zuneigte, und einer von ihnen warf einen Molotowcocktail in die Mitte der Menge, wodurch Kinder  mit Benzin bespritzt wurden. Glücklicherweise entzündete sich die mit Kraftstoff gefüllte Weinflasche nicht, und die Polizei nahm den potentiellen Mörder sofort fest, doch der Gedanke, Kinder bei einem Marsch für das Leben in Brand zu setzen, ist bis zum Äußersten verdorben. Während in Portugal rechtsextreme Aktivisten wegen „Hassrede“-Delikten zu Haftstrafen verur teilt werden und andere von politisch korrekten Privatbanken von der Kundenliste gestrichen wer den, ließ der Richter den Antifa-Aktivisten frei –unter der Auflage, sich regelmäßig bei der Polizei zu melden.

Die portugiesischen Medien nahmen kaum No tiz von dem Vorfall, und einige bezeichneten ihn als „Zwischenfall“ zwischen „linken und rechten Radikalen“. Was die Regierungsvertreter betrifft, so brauchte der neu ernannte parteilose Innen minister Luís Neves eine Woche, um zu erklären, dass es sich um einen terroristischen Akt gehandelt habe. Neves steht nun in der Kritik, da er bis vor kurzem Direktor der Kriminalpolizei war.

In den sozialen Medien kursiert der Name Nelson Vassalo als identifizierter Täter des Anschlags, doch weder Medien noch Regierungsbehörden haben dies bestätigt. Vassalo ist ein Webdesigner, der für eine öffentliche Universität der Bildenden Künste arbeitet. Im vergangenen Jahr wurde er von der Netzseite esquerda.net – dem Sprachrohr der trotz kistischen Partei „Linker Block“ – dafür gelobt, eine App entwickelt zu haben, die leerstehende Häuser identifiziert, die von Hausbesetzern übernommen werden können. Seine Identifizierung wird dadurch erschwert, dass sowohl er als auch seine Mitstrei ter bei ihrer Festnahme schwarze Masken trugen.

Die Antifa ist in Portugal seit langem präsent und ahmt stets die Taktiken der extremistischen Bewegung anderswo nach, indem sie Gegenpro teste organisiert, um rechte Demonstrationen zu beleidigen und zu provozieren, was bisweilen zu Gewalt führt. Bei Anlässen wie Anti-Einwande rungsmärschen berichten die portugiesischen Me dien von Gewalt „zwischen Rechtsextremisten und Antifaschisten“. Auf dem Höhepunkt der Sparpo litik-Krise, als wöchentlich linke Demonstrationen stattfanden, wurden lokale Antifaschisten dabei beobachtet, wie sie sich mit zu Besuch weilenden Linksaktivisten abstimmten, um die Polizei zu pro vozieren und Denkmäler zu verwüsten.

Derzeit sind mehrere Ortsgruppen der Organi sation aktiv und in den sozialen Medien präsent. In Lissabon schikanieren sie regelmäßig rechtsge richtete Initiativen und treten unter dem Namen „Antifaschistische Revolutionäre Aktionsgruppe“ (GARA) auf. In Coimbra heißt die Ortsgruppe „Antifaschistische Plattform“, in Porto sind sowohl GARA als auch die „Antifaschistische Zelle“ aktiv. Braga verfügt ebenfalls über eine „Antifaschistische Zelle“, ebenso wie die Stadt Aveiro und die Halb insel Setúbal mit ihrer „Southside Antifascist Cell“. Sie agieren in der Regel mit verdeckten Gesichtern und sind selbst gegenüber den Medien notorisch feindselig.

Vor diesem Hintergrund hat die rechte Oppositionspartei Chega nun beantragt, die Antifa als terroristische Vereinigung einzustufen.

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